Autor: Bodo Schäfer
Für wen? Für Kinder und Jugendliche von etwa 10 bis 16 Jahren sowie für Eltern, die gemeinsam über Sparen, Geldverdienen und finanzielle Ziele sprechen möchten.
Stand des Materialchecks: September 2026
Worum geht es?
Die 12-jährige Kira nimmt einen verletzten Hund auf.
Der Hund kann sprechen und kennt sich erstaunlich gut mit Geld aus. Schritt für Schritt begleitet er Kira auf dem Weg zu mehr finanzieller Selbstständigkeit.
Dabei geht es nicht nur um Sparen oder Investieren, sondern auch um Gewohnheiten, Ziele, Selbstvertrauen und die Frage, wie man finanzielle Entscheidungen bewusst trifft.


Welche Geldthemen stecken im Buch?
Kinder und Jugendliche begegnen unter anderem diesen Themen:
- Sparziele setzen
- Geld verdienen
- ein Konto eröffnen
- mit Schulden umgehen
- investieren
- den Zinseszinseffekt verstehen
Was mir gefällt
Besonders gut gefällt mir, dass finanzielle Bildung hier nicht nur als Rechenaufgabe verstanden wird.
Das Konzept des Erfolgsjournals zeigt, wie wichtig Gedanken, Gewohnheiten und Selbstvertrauen sind. Gerade dieser psychologische Aspekt wird bei Finanzbildung häufig unterschätzt.
Das Buch vermittelt stark die Botschaft: Ich kann selbst etwas tun, Ziele setzen und Schritt für Schritt vorankommen.
Was mich weniger überzeugt
Dem Buch merkt man an, dass es 1999 erschienen ist.
Einige Dialoge und Rollenbilder wirken heute überholt. Dazu gehören Passagen, in denen Kira etwa als „doofes Mädchen“ abgewertet wird oder Erwachsene ihr mit einer gewissen Herablassung begegnen.
Auch deshalb würde ich das Buch heute eher nicht völlig unbegleitet lesen lassen, sondern einzelne Stellen zum Anlass nehmen, über Rollenbilder, Sprache und Werte zu sprechen.
Kompetenz-Check
🟢 Selbstwirksamkeit
Das ist eine klare Stärke des Buches. Kira setzt sich Ziele, verändert Gewohnheiten und erlebt, dass sie durch eigenes Handeln Fortschritte machen kann.
🟢 Finanzmanagement
Sparen, Geldverdienen, Schulden, Konten und Investieren werden konkret aufgegriffen und miteinander verbunden.
🟡 Konsumkompetenz
Eigene Wünsche und finanzielle Ziele spielen eine wichtige Rolle. Konsumentscheidungen selbst werden aber weniger systematisch reflektiert als Sparen und Vermögensaufbau.
🟢 Wirtschaft verstehen
Grundlegende Mechanismen wie Zinseszins, Investieren und der Umgang mit Geld werden anschaulich vermittelt. Größere wirtschaftliche Zusammenhänge stehen allerdings nicht im Zentrum.
🟡 Werte & Verantwortung
Das Buch enthält viele Botschaften zu Disziplin, Eigenverantwortung und persönlichem Erfolg. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen, soziale Ungleichheit oder strukturelle Unterschiede spielen dagegen nur eine geringe Rolle.
Gesprächspotenzial: hoch
Das Buch bietet viele gute Gesprächsanlässe:
Welche Ziele möchte ich mit meinem Geld erreichen?
Was kann ich selbst beeinflussen und was nicht?
Wie entstehen gute finanzielle Gewohnheiten?
Was bedeutet es, Geld zu investieren?
Und welche Aussagen des Buches würde man heute anders formulieren als 1999?
Gerade die Mischung aus zeitlosen Finanzgrundlagen und einigen deutlich gealterten Passagen macht das gemeinsame Gespräch sinnvoll.
Mein Fazit
„Ein Hund namens Money“ bleibt ein prägendes Buch zur Finanzbildung für Kinder und Jugendliche.
Besonders stark finde ich die Verbindung von Geldthemen mit Selbstwirksamkeit, Gewohnheiten und Zielorientierung.
Gleichzeitig sollte man das Erscheinungsjahr mitdenken. Sprache, Rollenbilder und manche Botschaften wirken heute an einigen Stellen überholt.
Wer bereit ist, diese Passagen einzuordnen und mit Kindern oder Jugendlichen darüber zu sprechen, findet trotzdem viele Grundlagen, die auch heute noch relevant sind.
