Zielgruppe: 13-16 Jahre

  • Buch „Dein Geld und die Welt“

    Buch „Dein Geld und die Welt“

    von Cecile Biccari | illustriert von Naïade Lacolomb | übersetzt von Silv Bannenberg

    Für wen?

    Für Kinder und Jugendliche etwa von 7 bis 14 Jahren.

    Das Buch eignet sich besonders für Kinder, die schon erste eigene Erfahrungen mit Taschengeld, Kaufen und Sparen machen. Es geht aber deutlich über diese klassischen Finanzthemen hinaus und nimmt auch Konsum, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung in den Blick.

    Worum geht es?

    Nora findet einen Schatz.

    Doch statt mit dem Happy End aufzuhören, beginnt die eigentliche Geschichte erst: Was könnte sie mit dem Geld machen? Es ausgeben? Sparen? Investieren? Oder spenden?

    Auf einen einleitenden Comic folgen kurze Sachkapitel rund um Geld. Behandelt werden unter anderem:

    • warum wir überhaupt Geld brauchen
    • wie Geld verdient wird
    • was Unternehmen sind
    • warum Kaufen sich gut anfühlen kann
    • Sparen
    • Spenden
    • Investieren
    • die Geschichte des Geldes
    • die Frage, wie Geld unsere Gesellschaft prägt

    Das Buch verbindet damit persönliche Finanzentscheidungen mit der größeren Frage: Was bewirken wir eigentlich mit unserem Geld?

    Was mir gut gefällt

    Besonders gefällt mir, dass das Buch Finanzbildung nicht auf Sparen und Investieren reduziert.

    Es zeigt Kindern, dass Geld immer auch mit Entscheidungen verbunden ist und dass diese Entscheidungen Auswirkungen haben können: auf andere Menschen, auf die Umwelt und auf die Gesellschaft.

    Themen wie Kinderarbeit, Nachhaltigkeit oder die Frage, ob Geld glücklich macht, werden kindgerecht aufgegriffen.

    Sehr gelungen finde ich auch den Blick auf die Psychologie des Konsums.

    Das Buch erklärt, warum Kaufen sich gut anfühlen kann und welche Rolle dabei unser Belohnungssystem spielt. Eine einfache Checkliste hilft Kindern dabei, eigene Kaufwünsche bewusster zu hinterfragen.

    Genau solche Aspekte fehlen mir in vielen Materialien zur Finanzbildung.

    Kinder begegnen Werbung, Marken, sozialen Vergleichen und Kaufanreizen lange bevor sie sich mit Geldanlage beschäftigen. Zu verstehen, warum man etwas unbedingt haben möchte, ist deshalb für mich ein zentraler Bestandteil von Finanzbildung.

    Was ich kritisch sehe

    Mit dem Aufbau bin ich nicht ganz warm geworden.

    Das Buch startet als Comic und wechselt anschließend in einen eher klassischen Sachbuchstil. Für mich wirkt dieser Übergang etwas unvermittelt.

    Auch manche Botschaften werden sehr deutlich und mehrfach wiederholt. Für jüngere Leser*innen kann genau das hilfreich sein. Mir war der Ton stellenweise etwas zu belehrend.

    Das ist allerdings eher eine Frage der Vermittlung als des Inhalts. Inhaltlich finde ich die Themenauswahl ungewöhnlich breit und gerade den Schwerpunkt auf Konsum und Verantwortung sehr wertvoll.

    Kompetenz-Check

    🟡 Selbstwirksamkeit
    Das Buch zeigt Kindern verschiedene Möglichkeiten, mit Geld umzugehen und eigene Entscheidungen zu treffen. Der Schwerpunkt liegt allerdings stärker auf Reflexion und Bewusstsein als auf konkretem Ausprobieren.

    ⚪ Finanzmanagement
    Sparen und Investieren werden zwar erklärt, stehen aber nicht im Mittelpunkt. Budgetplanung, Kontoführung oder andere praktische Aspekte des alltäglichen Finanzmanagements spielen kaum eine Rolle.

    🟢 Konsumkompetenz
    Eine der größten Stärken des Buches. Kaufentscheidungen, Wünsche, Werbung, das Belohnungssystem und bewusster Konsum werden altersgerecht thematisiert.

    🟢 Wirtschaft verstehen
    Das Buch erklärt unter anderem, warum Geld entstanden ist, wie Unternehmen funktionieren und welche Rolle Geld in unserer Gesellschaft spielt. Dadurch geht es deutlich über die persönliche Ebene hinaus.

    🟢 Werte & Verantwortung
    Nachhaltigkeit, Kinderarbeit, Spenden, gesellschaftliche Verantwortung und die Auswirkungen unseres Konsums ziehen sich durch das gesamte Buch.

    Gesprächspotenzial

    Sehr hoch.

    Das Buch wirft Fragen auf, zu denen es selten eine einzige richtige Antwort gibt:

    Macht Geld glücklich?
    Sollte man sein Taschengeld lieber sparen oder ausgeben?
    Was passiert, wenn ein Produkt besonders billig ist?
    Welche Auswirkungen hat unser Konsum auf andere Menschen?
    Wofür würden wir Geld spenden?
    Und können wir mit unserem Geld tatsächlich etwas verändern?

    Genau dadurch eignet sich das Buch sehr gut zum gemeinsamen Lesen und Diskutieren – zu Hause genauso wie in Schule oder Bildungsarbeit.

    Mein Fazit

    Eine klare Empfehlung für alle, die Finanzbildung weiter denken möchten als Sparen, Taschengeld und Investieren.

    „Dein Geld und die Welt“ verbindet Finanzwissen mit Konsumkompetenz, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichen Fragen – und zeigt Kindern, dass Geldentscheidungen nie völlig losgelöst von der Welt um sie herum stattfinden.

    Nicht jeder Aspekt der Vermittlung hat mich überzeugt. Inhaltlich setzt das Buch aber genau dort an, wo Finanzbildung für Kinder besonders spannend wird: bei ihren eigenen Wünschen, Entscheidungen und Wertvorstellungen.

  • Spielstadt „Mini-München“

    Spielstadt „Mini-München“

    Für wen? Für Kinder und Jugendliche, die Wirtschaft, Geld, Arbeit, Mitbestimmung und Verantwortung nicht nur erklärt bekommen, sondern selbst erleben möchten.

    Worum geht es?

    Mini-München ist eine Spielstadt für Kinder und Jugendliche in München, die in den Sommerferien aufgebaut wird.

    Die Kinder bekommen einen Pass und 5 MiMü Startgeld. Dann geht es zum Arbeitsamt: einen Job suchen oder studieren.

    Für jede Stunde Arbeit gibt es 5 MiMü. Davon wird 1 MiMü als Steuer abgezogen.

    Das verdiente Geld kann gespart oder ausgegeben werden, zum Beispiel für Kino, Restaurant oder Taxi.

    Wer mindestens vier Stunden gearbeitet und vier Stunden studiert hat, wird Vollbürger*in und darf wählen, sich selbst zur Wahl stellen und ein eigenes Gewerbe gründen.

    Eltern haben keinen Zutritt. Ein Team aus sozialpädagogischen Fachkräften ist vor Ort, im Großen und Ganzen organisieren sich die Kinder aber selbst.

    In der Spielstadt gibt es unter anderem:

    • eine Bank
    • ein Gericht
    • einen Stadtrat
    • ein Arbeitsamt
    • Unternehmen
    • eine Hochschule
    • eine Streitschlichtungsstelle

    Und wenn Kinder mehr Jobs oder niedrigere Steuern wollen, können sie ihre Interessen auch politisch vertreten und demonstrieren.

    Was mir gefällt

    Hier wird Finanzbildung nicht erklärt. Sie wird erlebt.

    Kinder verdienen Geld, zahlen Steuern, entscheiden selbst, wofür sie es ausgeben, und erleben unmittelbar die Folgen ihrer Entscheidungen.

    Gleichzeitig müssen sie Konflikte lösen, Verantwortung übernehmen, mit anderen verhandeln und sich in einer Gemeinschaft zurechtfinden.

    Besonders stark finde ich, dass Erwachsene nicht ständig danebenstehen und vorgeben, wie es richtig geht.

    Die Kinder bekommen einen Rahmen, aber innerhalb dieses Rahmens müssen sie selbst handeln, entscheiden und Lösungen finden.

    Genau darin liegt für mich ein großer Unterschied zu vielen klassischen Finanzbildungsangeboten.

    Was mich weniger überzeugt

    Der größte Nachteil ist eigentlich kein inhaltlicher, sondern ein praktischer:

    Mini-München gibt es nur zeitlich begrenzt und nicht überall.

    Das macht das Angebot besonders, aber eben auch schwer zugänglich für Familien, die nicht in München oder Umgebung wohnen oder genau in diesem Zeitraum teilnehmen können.

    Kompetenz-Check

    🟢 Selbstwirksamkeit
    Kinder treffen eigene Entscheidungen und erleben direkt, dass ihr Handeln Konsequenzen hat. Sie können arbeiten, studieren, Geld verdienen, ein Gewerbe gründen oder sich politisch engagieren.

    🟢 Finanzmanagement
    Geld verdienen, Steuern zahlen, sparen und ausgeben werden praktisch erlebt. Kinder müssen selbst entscheiden, wie sie mit ihrem MiMü umgehen.

    🟡 Konsumkompetenz
    Kinder entscheiden selbst, wofür sie ihr Geld ausgeben. Eine bewusste Reflexion darüber, warum sie etwas kaufen oder welche Konsumstrategien auf sie wirken, steht aber nicht automatisch im Mittelpunkt.

    🟡 Wirtschaft verstehen
    Arbeitsmarkt, Unternehmen, Steuern, Geldkreisläufe und staatliche Strukturen werden erfahrbar. Wie gut sich daraus wirtschaftliche Zusammenhänge erschließen, hängt aber auch davon ab, ob die Erfahrungen anschließend reflektiert werden.

    🟢 Werte & Verantwortung
    Demokratie, Mitbestimmung, Konfliktlösung und gemeinschaftliche Verantwortung sind zentrale Bestandteile der Spielstadt.

    Gesprächspotenzial: sehr hoch

    Mini-München bietet unglaublich viele Anknüpfungspunkte für Gespräche:

    Warum werden Steuern gezahlt?

    Warum sind manche Jobs beliebter als andere?

    Was mache ich mit meinem verdienten Geld?

    Was bedeutet es, ein eigenes Unternehmen zu gründen?

    Wie entstehen Regeln in einer Gemeinschaft?

    Was ist fair?

    Und was kann ich tun, wenn ich mit einer Entscheidung nicht einverstanden bin?

    Gerade weil die Kinder diese Situationen selbst erlebt haben, entstehen daraus oft ganz andere Gespräche als nach einem Arbeitsblatt oder einem Buch.

    Kosten

    Die Teilnahme ist kostenlos.

    Mein Fazit

    Für mich ist Mini-München eines der beeindruckendsten Beispiele dafür, wie Finanzbildung aussehen kann.

    Nicht als Arbeitsblatt, Buch oder App.

    Sondern als echte Erfahrung.

    Kinder erleben Geld, Arbeit, Steuern, Konsum, Wirtschaft, Demokratie und Verantwortung unmittelbar und müssen selbst Entscheidungen treffen.

    Genau dadurch entsteht ein Lernraum, der weit über reines Finanzwissen hinausgeht.

    Schade ist nur, dass es ein solches Angebot nicht überall und dauerhaft gibt.

  • Buch „Ein Hund namens Money“

    Buch „Ein Hund namens Money“

    „Ein Hund namens Money“ von Bodo Schäfer ist ein Kinder- und Jugendbuch über Geld, Sparen, Investieren und finanzielle Selbstständigkeit.

    Autor: Bodo Schäfer

    Für wen? Für Kinder und Jugendliche von etwa 10 bis 16 Jahren sowie für Eltern, die gemeinsam über Sparen, Geldverdienen und finanzielle Ziele sprechen möchten.

    Stand des Materialchecks: September 2026

    Worum geht es?

    Die 12-jährige Kira nimmt einen verletzten Hund auf.

    Der Hund kann sprechen und kennt sich erstaunlich gut mit Geld aus. Schritt für Schritt begleitet er Kira auf dem Weg zu mehr finanzieller Selbstständigkeit.

    Dabei geht es nicht nur um Sparen oder Investieren, sondern auch um Gewohnheiten, Ziele, Selbstvertrauen und die Frage, wie man finanzielle Entscheidungen bewusst trifft.

    Welche Geldthemen stecken im Buch?

    Kinder und Jugendliche begegnen unter anderem diesen Themen:

    • Sparziele setzen
    • Geld verdienen
    • ein Konto eröffnen
    • mit Schulden umgehen
    • investieren
    • den Zinseszinseffekt verstehen

    Was mir gefällt

    Besonders gut gefällt mir, dass finanzielle Bildung hier nicht nur als Rechenaufgabe verstanden wird.

    Das Konzept des Erfolgsjournals zeigt, wie wichtig Gedanken, Gewohnheiten und Selbstvertrauen sind. Gerade dieser psychologische Aspekt wird bei Finanzbildung häufig unterschätzt.

    Das Buch vermittelt stark die Botschaft: Ich kann selbst etwas tun, Ziele setzen und Schritt für Schritt vorankommen.

    Was mich weniger überzeugt

    Dem Buch merkt man an, dass es 1999 erschienen ist.

    Einige Dialoge und Rollenbilder wirken heute überholt. Dazu gehören Passagen, in denen Kira etwa als „doofes Mädchen“ abgewertet wird oder Erwachsene ihr mit einer gewissen Herablassung begegnen.

    Auch deshalb würde ich das Buch heute eher nicht völlig unbegleitet lesen lassen, sondern einzelne Stellen zum Anlass nehmen, über Rollenbilder, Sprache und Werte zu sprechen.

    Kompetenz-Check

    🟢 Selbstwirksamkeit
    Das ist eine klare Stärke des Buches. Kira setzt sich Ziele, verändert Gewohnheiten und erlebt, dass sie durch eigenes Handeln Fortschritte machen kann.

    🟢 Finanzmanagement
    Sparen, Geldverdienen, Schulden, Konten und Investieren werden konkret aufgegriffen und miteinander verbunden.

    🟡 Konsumkompetenz
    Eigene Wünsche und finanzielle Ziele spielen eine wichtige Rolle. Konsumentscheidungen selbst werden aber weniger systematisch reflektiert als Sparen und Vermögensaufbau.

    🟢 Wirtschaft verstehen
    Grundlegende Mechanismen wie Zinseszins, Investieren und der Umgang mit Geld werden anschaulich vermittelt. Größere wirtschaftliche Zusammenhänge stehen allerdings nicht im Zentrum.

    🟡 Werte & Verantwortung
    Das Buch enthält viele Botschaften zu Disziplin, Eigenverantwortung und persönlichem Erfolg. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen, soziale Ungleichheit oder strukturelle Unterschiede spielen dagegen nur eine geringe Rolle.

    Gesprächspotenzial: hoch

    Das Buch bietet viele gute Gesprächsanlässe:

    Welche Ziele möchte ich mit meinem Geld erreichen?

    Was kann ich selbst beeinflussen und was nicht?

    Wie entstehen gute finanzielle Gewohnheiten?

    Was bedeutet es, Geld zu investieren?

    Und welche Aussagen des Buches würde man heute anders formulieren als 1999?

    Gerade die Mischung aus zeitlosen Finanzgrundlagen und einigen deutlich gealterten Passagen macht das gemeinsame Gespräch sinnvoll.

    Mein Fazit

    „Ein Hund namens Money“ bleibt ein prägendes Buch zur Finanzbildung für Kinder und Jugendliche.

    Besonders stark finde ich die Verbindung von Geldthemen mit Selbstwirksamkeit, Gewohnheiten und Zielorientierung.

    Gleichzeitig sollte man das Erscheinungsjahr mitdenken. Sprache, Rollenbilder und manche Botschaften wirken heute an einigen Stellen überholt.

    Wer bereit ist, diese Passagen einzuordnen und mit Kindern oder Jugendlichen darüber zu sprechen, findet trotzdem viele Grundlagen, die auch heute noch relevant sind.

  • Buch „Was kostet die Welt?“

    Buch „Was kostet die Welt?“

    „Was kostet die Welt?“ ist ein Sachbuch über Wirtschaft für Kinder und Jugendliche und erklärt zentrale Themen rund um Geld, Konsum, Unternehmen und Investieren.

    Autor: Axel Täubert

    Für wen? Für Kinder und Jugendliche von etwa 8 bis 14 Jahren sowie für Eltern und Lehrkräfte, die wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich vermitteln möchten.

    Stand des Materialchecks: September 2026

    Worum geht es?

    „Was kostet die Welt?“ erklärt, wie Wirtschaft funktioniert.

    Das Buch reicht dabei von Sparen und Investieren über Unternehmensgründungen bis zu Globalisierung, Kryptowährungen und Gaming.

    Besonders gut finde ich, dass Wirtschaft nicht nur als Erfolgsgeschichte erzählt wird. Auch kritische Fragen bekommen Raum, etwa die Auswirkungen unseres Konsums auf Umwelt und Gesellschaft.

    Was mir gefällt

    Kinder und Jugendliche werden ernst genommen.

    Die Beispiele stammen aus ihrer Lebenswelt: Influencer, Apple, NVIDIA oder Gaming machen komplexe Zusammenhänge greifbar, ohne sie unnötig zu vereinfachen.

    Das Buch schafft es damit, Wirtschaft nicht abstrakt wirken zu lassen, sondern als etwas, das mit dem eigenen Alltag und den eigenen Entscheidungen zu tun hat.

    Was mich weniger überzeugt

    Mein einziger Kritikpunkt:

    Dass es dieses Buch noch nicht gab, als ich selbst 13 war. 😉

    Inhaltlich ist das für mich also kein echter Kritikpunkt. Das Buch deckt sehr viele Themen ab, bleibt dabei aber verständlich und lebensnah.

    Kompetenz-Check

    🟡 Selbstwirksamkeit
    Das Buch hilft Kindern und Jugendlichen zu verstehen, wie wirtschaftliche Zusammenhänge ihren Alltag beeinflussen und welche Rolle eigene Entscheidungen spielen. Konkretes eigenes Ausprobieren oder Handeln steht aber nicht im Mittelpunkt.

    🟡 Finanzmanagement
    Sparen und Investieren werden erklärt und in größere wirtschaftliche Zusammenhänge eingeordnet. Praktische Fähigkeiten wie Budgetplanung oder der konkrete Umgang mit dem eigenen Geld sind dagegen nicht der Schwerpunkt. 

    🟢 Konsumkompetenz
    Hier ist das Buch stark. Preise, Konsum, Influencer und die Folgen von Kaufentscheidungen werden aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Auch ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen von Konsum werden thematisiert. 

    🟢 Wirtschaft verstehen
    Das ist die klare Kernkompetenz des Buches. Angebot und Nachfrage, Preisbildung, Unternehmen, Globalisierung, Kryptowährungen und weitere wirtschaftliche Zusammenhänge werden anschaulich erklärt. 

    🟢 Werte & Verantwortung
    Fragen nach sozialer Ungleichheit sowie gesellschaftlichen und ökologischen Folgen wirtschaftlicher Entscheidungen werden ausdrücklich aufgegriffen. Das Buch liefert dabei eher Zusammenhänge und Denkanstöße als fertige Werturteile.

    Gesprächspotenzial: hoch

    Das Buch bietet viele Anknüpfungspunkte für Gespräche:

    Warum kostet etwas so viel, wie es kostet?

    Wie verdienen Unternehmen Geld?

    Was bedeutet Investieren eigentlich?

    Welche Auswirkungen hat unser Konsum?

    Welche Rolle spielen Influencer, Plattformen oder große Unternehmen in unserem Alltag?

    Gerade für ältere Kinder und Jugendliche kann das Buch deshalb auch gut als Ausgangspunkt für weiterführende Gespräche dienen.

    Mein Fazit

    „Was kostet die Welt?“ ist für mich eine klare Empfehlung für Familien, Lehrkräfte und alle, die Wirtschaft verständlich, lebensnah und ohne erhobenen Zeigefinger vermitteln möchten.

    Besonders stark finde ich, dass das Buch komplexe wirtschaftliche Themen ernst nimmt, aber trotzdem nah an der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen bleibt.